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Konflikte als Chance

Meinungsverschiedenheiten, Streitereien, Auseinandersetzungen: überall wo Menschen miteinander arbeiten, sind Konflikte anzutreffen. Sie treten in vielfältigen Formen und Ausprägungen auf. Nicht alle können verhindert werden und speziell im betrieblichen Umfeld sind Konflikte oftmals Mittel zur Weiterentwicklung und Verhinderung des Stillstandes.

Die unterschiedlichen Einstellungen, Ansichten, Erwartungen, Wertvorstellungen und Ziele von Menschen führen zwangsläufig zu Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen. Die daraus entstehenden Konflikte begleiten uns (auch) im beruflichen Umfeld. Hierbei sind nicht die unterschiedlichen Interessen und Meinungsverschiedenheiten für die Konflikteskalationen verantwortlich, sondern die Art und Weise des Umgangs mit diesen Unterschieden. Entscheidend ist, wie wir mit Konflikten umgehen und wie wir die Beteiligten darauf vorbereiten.

Was ist nun Konfliktprävention?

Hierbei geht es nicht darum, Konflikte zu vermeiden bzw. im Keim zu ersticken, sondern “negative Auswirkungen gesteigerter Konflikteskalationen in der Zukunft zu vermeiden“[1].

Um Konflikte für Veränderungsprozesse produktiv zu nutzen, ist es notwendig Strukturen und Grundlagen zu schaffen, in denen eine werteorientierte und zukunftsbasierende Kommunikations- und Konfliktkultur möglich ist.

Eine Kommunikations- und Konfliktkultur soll Konflikte und die daraus entstehenden Folgen minimieren.

Durch sie können zwar Konflikte nicht völlig vermieden werden, aber eine Kommunikations- und Konfliktkultur schafft ein Umfeld in dem entstandene Konflikte konstruktiv bewältigt werden können.

Ein Ziel der Untersuchung ist es, aufzuzeigen, dass  (Wirtschafts-)Mediatoren in Zusammenarbeit mit Unternehmern und Betriebsräten positiv Einfluss nehmen können auf die Implementierung einer Kommunikations- und Konfliktkultur.

Voraussetzung dafür ist, dass sich der Wandel im Konfliktverständnis fortsetzt:

Konflikte nicht als unternehmerisches Risiko anzusehen, worauf man nur reagiert, sondern das Verständnis zu entwickeln, dass Konflikte eine unternehmerische Chance sind. Dann steht das Potential des Konfliktes für Kreativität und Motivation im Vordergrund.



[1] (Dr. Michael Kowarik, M. 2005, Vortrag auf der ÖGWT- Fachtagung